Erdgasbohrungen vorerst gestoppt

Pressemitteilung der Bürgerinitiative vom 19.12.2021

Genau 3 Jahre lang sorgten die Gasförderpläne des Unternehmen Jasper Resources für Unruhe in den Landkreisen Uckermark und Oberhavel.

Durch den geduldigen aber konseqenten und hartnäckigen Protest der betroffenen Bürgerinnen und Bürger gegen das Vorhaben scheint die weitere Suche nach Erdgas vorerst gestoppt zu sein.

Die Aufsuchungserlaubnis der Jasper Resources GmbH ist mit Datum vom 10.11.2021 wegen unzureichend eingereichter Unterlagen erloschen. Das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe hat die Geschäftsführung schriftlich darüber informiert. Vor wenigen Tagen hat die Geschäftsführung von Jasper Resources gegenüber dem Rundfunk Berlin Brandenburg erklärt: in den nächsten Monaten zu prüfen, ob Sie das Ergebnis auf juristischem Wege anfechten.

Nachdem das Unternehmen bereits im Mai 2021 seine Büroräume in Zehdenick aufgab, wurde mit Schreiben vom 06.12.2021 durch das Amtsgericht Neuruppin mitgeteilt, dass sich der Sitz des Unternehmens nun in Oranienburg, Mühlenfeld 14 befindet. Mehr als ein Firmenaufkleber an einem Briefkasten ist dort freilich nicht zu finden.

Unsere bisherigen Erfahrungen im Aufsuchungsverfahren lassen eine endgültige Entwarnung noch nicht zu. Mit dem Erlöschen der Aufsuchungserlaubnis bleiben unserer Region aber erst einmal katastrophale Auswirkungen erspart. Der Blick in den Hauptbetriebsplan des Unternehmens vom 27.09.2021 zeigt, die geplante Erkundungsbohrung bis zu einer Tiefe von 4300 m hätte u.a.eine versiegelte Ackerfläche von mindestens 10000 m² zzgl. 3000 m² für Zuwegungen (Straßenbau) nach sich gezogen.

Schadstoff-, Lichtemissionen und Lärmbelästigungen hätten sich über Monate Tag und Nacht hingezogen. Das Ganze in der unmittelbaren Nähe (lt. Antrag in 537 m bzw. 952 m Entfernung) von Wohnsiedlungen und innerhalb bzw. am Rande von Schutzgebieten. Hinzu kämen die bereits von der Bürgerinitiative benannten Gefahren für Mensch, Wasser, Umwelt und Natur.

Im Ergebnis hätte die Förderung und energieintensive Herstellung von LNG-Gas in einer dauerhaften Aufbereitungsanlage vor Ort und dessen Abtransport durch tgl. LKW-Verkehr bestanden.

Wir werden die weitere Entwicklung aufmerksam begleiten und Sie - wenn notwendig - informieren.

Der zumindest vorläufige „Stopp“ ist das positive Zwischenergebnis einer gemeinsamen Haltung aller Mitstreiter*Innen in den Landkreisen Oberhavel und Uckermark. Wir möchten uns daher bei allen kommunalen Amtsträger*innen, den Kreistags- bzw. Stadtverordneten, Unternehmen, Vereinen, Bürger*Innen und insbesondere den Spender*Innen bedanken, die unsere jahrelange Arbeit unterstützt haben.

Wir haben eine Bürgerinitiative gegründet, die sich gegen das Gasbohrvorhaben stark macht.

Wir wollen über die damit verbundenen Gefahren für unsere Region aufklären und öffentlich die Ablehnung in der Bevölkerung demonstrieren. Wir arbeiten mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Grünen Liga zusammen, die uns beim Kampf gegen das Gasbohren in unserer Region unterstützen.
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Wofür wir sind

Unser Anliegen ist es, die Regierungen dazu aufzufordern, daß sie unter erstrangiger Berücksichtigung der Aspekte des Umwelt-, wie Naturschutzes alle Kraft in den Ausbau regenerativer Energien investieren und in umweltschonende Technologien zu deren Speicherung. Ohne Opferung der Landschaften. Wir plädieren zudem für eine weltweite Aufforstung. Gleichzeitig stehen wir dafür ein, im Rahmen unserer Möglichkeiten ressourcenschonend zu leben.
(Gute Ideen zur Pflege natürlicher Bestände)

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